Milena

Extrem Fette Menschen
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Planen die Parteien genug für den Klimaschutz? So steht es wirklich um unser Klima. So müssen sich Städte auf die Klimakrise vorbereiten. Grundsätzlich gilt: je älter, desto mehr Kilos trägt der Durchschnittsdeutsche mit sich herum.

Beschreibung

Es ist einfach eklig. Das sind drei von knapp 40 Kommentaren - die allermeisten davon klangen so.

Unsachlich, beleidigend. Na klar, so benehmen sich Menschen im Internet eben! Bei vielen Themen ist der Ton der Leserreaktionen harsch, wenn es um Flüchtlinge geht, um die AfD, den Datenskandal bei Facebookum Feminismus. Aber da kommt der Eindruck, es könnte den Kommentatoren schlicht darum gehen, zu verletzen, weniger oft auf als bei Übergewicht. Warum fühlen sie sich berufen, ein Geschmacksurteil abzugeben - könnte es ihnen nicht egal sein, was andere wiegen, wie dick ihre Oberschenkel sind und warum sie so dick sind?

Und wie geht es eigentlich den Menschen, die das Ziel solcher Kommentare sind? Ein reines Internet-Phänomen ist das jedenfalls nicht. Wer dick ist, bekommt es zu spüren, wenn er sich durch den Alltag manövriert. Krass, eine korpulente Frau, die es wagt, noch mehr Kalorien zu sich zu nehmen!

Deshalb bloggt sie auf bethanyrutter. Nicht nur das Getuschel, die Blicke seien das Problem.

„alle denken, dicke sind unglücklich, weil sie dick sind“

Auch das, was man als Übergewichtiger zum Beispiel beim Arzt erlebt. Auch wenn es damit ganz offensichtlich nichts zu tun hat. Was Rutter meint, ist ein Phänomen der westlichen Industrienationen, sagt die Psycho Hilbert. Wir sind schnell dabei, gedanklich mit dem Finger auf Übergewichtige zu zeigen: Dick?

Selbst schuld!

Mentale aussetzer durch hunger

Bei extrem Menschen erhöht es den Selbstwert, wenn sie anderen die Schuld für das geben, was als negativ wahrgenommen wird. Es gibt viele Belege dafür, dass Menschen, die solche kausalen Zuschreibungen machen, Übergewichtige stärker ablehnen, stigmatisieren und diskriminieren. Hinzu komme die Vorstellung der Leistungsgesellschaft: Mit ein bisschen Anstrengung kann es jeder schaffen. Selbst, wenn das so wäre: Könnte es uns nicht einfach wurscht sein, wenn sich jemand nicht so anstrengt, wie es unserem Ideal entspricht? Könnte es, vielen ist es trotzdem nicht gleich - weil Dicksein eine Frage der Moral ist.

Was ganz gut erklärt, warum sich Menschen nicht nur im Internet dazu berufen fühlen, Übergewichtigen ihre Verfehlungen vorzuhalten. Und überhaupt: Was ist mit dem Geld, das uns Dicke kosten?! Stimmt, sagt Hilbert, mehr Kilos können auch mehr Kosten verursachen, ab einem BMI von 35 beziehungsweise 40 treten gehäuft Erkrankungen auf. Andererseits könnte man auch den Vergleich zu Risikosportlern ziehen: Sportunfälle kosten auch ganz schön viel, die Sportler werden aber nicht stigmatisiert. Menschen Rauchern ist es fette ähnlich. Die müssen sich zwar zum Rauchen teilweise vors Lokal begeben oder die drastischen Darstellungen möglicher Gesundheitsfolgen auf Zigarettenpackungen dulden und nehmen beides zum Teil auch als Diskriminierung wahr.

Überhaupt sei Dicksein im Vergleich zu anderen Stigmata wie Arbeitslosigkeit oder Behinderung jenes, das mit den meisten Vorurteilen verbunden ist.

Selbst Rutter, die, wie sie sagt, noch nie ein Problem mit ihrer Figur hatte, gingen diese Stereotype eine Weile nah. Alle denken, Dicke sind unglücklich, weil sie dick sind.

Mdr wissen

Aber sie sind unglücklich, weil man ihnen so viel Stress macht - weil die anderen ein Problem aus dem Gewicht machen. Es sind vor allem seelische Probleme. Ist die Body-Positivity-Bewegung eine Antwort auf das Problem, muss man nur oft genug sagen, dass jeder Körper schön auf seine Art ist? Müssen die Medien mehr tun, die Modebranche?

Gibt es nicht schon sehr viele Bemühungen, Dicksein normaler werden zu lassen, vor allem von Bloggern und Influencern, die selbst mehr wiegen?

Dick und abgestempelt

Man kann sich - wie Rutter - so gut finden, wie man ist. Doch das, was die anderen sagen, kann man nicht ausblenden. Klappt nicht, egal, wie sehr man es sich vornimmt. Was einen der wichtigsten Grundsätze von Body-Positivity - Akzeptiere und liebe dein wahres Ich! Das ist eine falsche Vorstellung: Man kann sich diesen unverfälschten Umgang nicht zurückholen und dann ist alles gut. Der Korridor akzeptierter Körper sei eben in den vergangenen Jahren immer enger geworden - das ist laut Villa eine Tatsache. Und der muss man sich stellen, besonders als Frau. Ein Klassiker.

Zählen adipöse und übergewichtige menschen zur risikogruppe?

Und ein guter Beleg für das "Policen" von Frauenkörpern. Cathy Hummels wurde sehr lange daraufhin kontrolliert, ob sie nun endlich schwanger ist. Für Rutter änderte sich einiges, als sie erkannte: Es gibt ja doch Männer, die mich daten wollen. Menschen, die anderes attraktiv finden als das, was gemeinhin als attraktiv gilt. Was muss sich ändern, wie kann die Akzeptanz von Übergewichtigen zunehmen? Übergewichtige müssten sich das bewusst machen. Und Villa, die Sozio?

Dünne schwangere – dickes kind?

Sie plädiert dafür, nicht immer nur zu problematisieren. Viele junge Menschen wie die Autorin Madga Albrecht versuchen, die Sichtbarkeit von anderen Körpern zu erhöhen. Die Botschaft klingt nämlich ganz vernünftig: Tut doch keinem weh, wenn wir das Schönheitsideal ein bisschen ausdehnen.

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Dazu ist ggf. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Auch diese dicke Frau ist ziemlich zufrieden mit sich.

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